Weg zum Strand

Von Abenteuern und Entscheidungen

Jedes Abenteuer ist nur eine Entscheidung von dir entfernt. (Lisz Hirn)

Wie führt man eigentlich einen Blog über’s Surfen, wenn man 40 Stunden pro Woche im Büro sitzt? Wenn sich die Frage nach dem Sinn unter einem Berg an Arbeit versteckt, während der nächste Ozean viel zu weit entfernt ist?

Wie beschreibt man die Faszination Meer, wenn der Salzgeschmack auf der Zunge nicht mal mehr eine Erinnerung ist? Wenn die Sonnencreme eingetrocknet im Schrank liegt und inzwischen auch das letzte Sandkorn aus der hintersten Ecke des Rucksackes, das Jahrtausende vom Atlantik rundgeschliffen wurde, seine finale Reise in die deutschen Kläranlagen angetreten hat?

Wie geht man auf eine virtuelle Reise in das schönste Reich der Welt, wenn man selbst viel zu selten Gast dort ist? Im Reich zwischen Strand und Line-up, zwischen Weißwasser und grüner Welle, zwischen blauem Himmel und endloser Weite. Wie beschreibt man eine Glückseligkeit, für die sich einfach keine Worte finden lässt, wenn die Bilder im Kopf schon längst verblassen und die Sehnsucht nach Meer einem den Atem raubt?

Und was tun, wenn man merkt, dass das draußen sein nicht reicht, um das drinnen sein aufzuwiegen? Wenn man zu begreifen beginnt, was man mit dem Herz schon immer verstanden, mit dem Kopf aber nie ganz gefühlt hat: Dass haben eben doch nicht sein ist?

Wenn man einmal über die Alpen läuft und hinterher feststellt, dass es gar nicht wichtig ist, wie spektakulär es war, sondern viel wichtiger, dass man dort gewesen ist. Dass man draußen war. Und wiederkommen wird. Lieber heute als morgen, lieber jetzt als gleich.

Was tun, wenn man auf einmal weiß, dass auch 10 Kilo auf dem Rücken genug sein können? Dass man viel weniger braucht, und doch um so mehr davon hat?

Und was, wenn sich immer mehr das Gefühl einschleicht, dass die Angst vor der Zukunft vielleicht weniger darin besteht, sich auf unbekanntes Terrain zu wagen und dort eingebildete Monster zu bekämpfen, als vielmehr darin, genau das niemals zu versuchen?

Dann wird es Zeit, einzutauschen. Das drinnen für das draußen. Das Büro in der Stadt für das Büro am Strand. Das viel für das genug. Die Sehnsucht für die Vorfreude. Das vielleicht für das ganz bestimmt. Das irgendwann für das jetzt. Und die Sicherheit für das Abenteuer.

Vielen Dank für Inspiration. Anstoß. Und kluge Gedanken:
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